Winterakademie 2010

3. Januar 2010


Endlich ist sie da!

 

Die Winterakademie von Linksjugend ['solid]. Vom 29. bis zum 31.Januar gibt es in Dortmund, DIE Veranstaltung für alle Aktiven des Verbandes. Ein breites Programm wird kaum Wünsche offen lassen. Wir wollen uns fit machen für das neue Jahr und eine neue Runde „Wir gegen das System“ – für Alles Schwierige und Erfolgreiche was uns noch bevorsteht. Unser Verband ist in den letzten beiden Jahren rasant gewachsen. Gleichzeitig sind unsere Strukturen teilweise noch nicht stark genug, um dem Wachstum gerecht zu werden. Dies wollen wir ändern, gemeinsam und in guter Gesellschaft.

 

Die Akademie wird vom 29. bis zum 31.Januar in der Jugendherberge in Dortmund stattfinden. Ihr könnt Euch ab sofort verbindlich anmelden – Unterkunft und Anreise werden vom Bundesverband übernommen.

 

Mehr Infos, Anmelden und Programm:

http://www.linksjugend-solid.de/aktuelles/winterakademie

 

Und damit ein erfolgreiches 2010 uns allen!

Eure Linksjugend ['solid].

Pro Köln zu faul zum Müll wegräumen

3. Januar 2010
ImageKöln – Weil die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ nach dem Kommunalwahlkampf im August 2009 rund 1350 Wahlplakate nicht wieder einsammelte, flatterte den Rechtspopulisten nun eine saftige Rechnung der Stadtverwaltung ins Haus…
 
"Pro Köln soll vernichtet werden" und "Finanzieller Vernichtungs-Schlag gegen pro Köln" schwadronieren die rechtsaussen Plakatierer nun auf ihrer Homepage und betteln um Spenden. Wenn da nicht von einer innerparteilichen Finanzkrise gesprochen werden kann.
 
25 Euro pro Plakat, das nach einem Stichtag immer noch hängen geblieben war und vom Ordnungsamt weggeräumt werden musste, verlangt die Stadt von den Parteien.  Im Fall von „pro Köln“, das vor der Kommunalwahl eine „Plakatschlacht“ angekündigt hatte, macht das 33 750 Euro.

 
Die Empörung ist bei den Rechtspopulisten groß. Sie richtet sich aber nicht gegen jene in den eigenen Reihen, deren Wahlkampfplanung womöglich nur bis zum Wahlabend reichte, sondern gegen Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters, der zum Feindbild der Rechtsaußen geworden ist. Roters habe sich „die Vernichtung einer unbequemen Opposition“ zum Ziel gesetzt, poltert „pro Köln“- und „pro NRW“-Chef Markus Beisicht. Der Oberbürgermeister wolle die „unbeugsame“ Gruppierung „für immer zum Schweigen“ bringen.
 
Wegen der Forderung der Stadtverwaltung will Beisicht vor Gericht zu ziehen. Er zeigte sich zudem zuversichtlich: Man werde „diesen hinterhältigen Anschlag auf die Demokratie in Köln mithilfe unserer tausenden Mitglieder und Unterstützer abzuwehren wissen“.
 
Warum „Tausende“ Mitglieder und Unterstützer der um ein Saubermann-Image bemühten „Bürgerbewegung“ nicht in der Lage waren, 1350 Plakate pünktlich wieder abzuhängen, verriet er nicht. (ts)
 

Neujahrs(party)besetzung

3. Januar 2010

In der Silvesternacht besetzten Menschen aus dem Umfeld der KampagnePyranha die vor einem Jahr geschloßene Schnapsfabrik in Köln Kalk. DieBesetzung wurde ohne Störung am Freitag Morgen beendet

 

In der Silvesternacht besetzten Menschen aus dem Umfeld der Kampagne Pyranha die vor einem Jahr geschloßene Schnapsfabrik in Köln Kalk. Die Besetzung wurde ohne Störung am Freitag Morgen beendet.

Die partyeske Ausrichtung der Besetzung wurde durch einiges an Symbolik erweitert, handelt es sich bei der Schließung der Schnapsfabrik Ende 2008 doch auch um den Anstoß für den Kampf für ein autonomes Zentrum in Köln. Die nun seit einem Jahr leerstehende und mittlerweile zum Abriß freigegebene Fabrik war somit nicht nur ein schöner Ort zum Tanzen sondern steht beispielhaft für die leerstehenden und ungenutzten Häuser Kölns, aus denen ein, zwei, drei, viele autonome und selbstverwaltete Orte werden können.

 

Der Ablauf in FastForward: Gegen 23:30 Uhr wurde das Gebäude von ca. 20 Menschen betreten. Es wurden alle DJ, Sound, Deko, Essens und andere Vorbereitungen getroffen sodaß bald zum Tanz gerufen werden konnte. Diesem Aufruf folgten im Laufe des Abends und Morgens viele Menschen die stoßweise kamen, gingen oder blieben. Durchgängig waren geschätz zwischen 40 und 60 Menschen da. Da die Schnapsfabrik bei vorherigen Aktionen in Kalk meist unter Aufsicht von staatlichen Security Organen stand, wurde mit einigen Chaoten aus diesem Spektrum gerechnet. Diese ließen sich jedoch weit und breit nicht blicken ließen und so wurde bis in den Freitag morgen getanzt.

 

Auch wenn es "nur" eine Party Besetzung war, ist es eine schöne und wichtige Aktion für die Fischlies gewesen und hoffentlich auch für alle anderen die da waren.

 

Lets Push Things Forward, in Köln und überall.

 

Quelle: Indymedia; Mehr Infos: Pyranha

Kölner Erklärung

1. Dezember 2009

Zum Selbstverständnis der Universität

 

Lehrende der Universität zu Köln, 24.11.2009

Der Sog der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche macht auch vor der Universität nicht Halt. Im Vollzug der aktuellen Reformen ist die Idee und der gesellschaftliche Auftrag der Hochschule in hohem Maße bedroht: Die Unterscheidung zwischen Universität, Fachhochschule und Studienangeboten von Discountern (Aldi) oder Elektromärkten (Saturn) ist nivelliert. Ein Vergleich fällt möglicherweise sogar zu Ungunsten der Universität aus,  da die anderen Anbieter das Versprechen der Berufsqualifizierungen tatsächlich einlösen können. Dies ist Anlass genug, an das ursprüngliche Selbstverständnis der Universität zu erinnern: Sie gründet auf den Prinzipien der Universalität, Autonomie sowie einem unbestechlichen Willen zur Wahrheit. Wenngleich es in ihrer Geschichte immer auch Verfehlungen und ein Unterschreiten dieses Anspruches gab, konnte sie doch gerade durch ihre Unabhängigkeit in einem wesentlichen Sinne kulturelle und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Erschütternd ist, dass die Universität heute scheinbar dazu bereit ist, diesen Anspruch widerstandslos preiszugeben und sogar dienstfertig dessen Demontage voranzutreiben.

Die aktuelle Entwicklung bedroht die Fundamente einer demokratischen Gesellschaft und einer lebendigen Reflexionskultur. Mit dem hier vorgelegten Forderungskatalog wollen sich Lehrende der Universität zu Köln den aktuellen Einsprüchen von Studierenden und Schülern im Zuge des Bildungsstreiks solidarisch erklären und zu einem öffentlichen Streit um die (Idee der) Universität und deren augenscheinlichen Ausverkauf aufrufen.

§ 1. Wir fordern das Ende der epistemologischen Säuberungen an der Hochschule!

Im Zuge des Bologna-Prozesses erlebt die Hochschule eine fortschreitende Delegitimation reflexiven Denkens gegenüber funktional-operativem Wissen. Der Studienaufbau folgt derzeit der Logik von Berufsorientierung und Kompetenzerwerb, während Fachsystematik und Forschungsorientierung in den Hintergrund rücken oder bereits ganz abgelöst sind. Dies schlägt sich auch in der Tendenz zur Marginalisierung oder Tilgung kleiner Fächer und Fachrichtungen nieder. Insgesamt bedeutet dies eine ungebührliche Verkürzung der Idee von Universität und beraubt die Studierenden der Möglichkeit einer akademischen Bildung.

Der Anspruch einer universalen und im Wortsinne universitären Bildung darf nicht aufgegeben werden. Reflexive, zweckfreie und grundlagentheoretische Forschung bildet die Grundlage der modernen Zivilisation, sie läuft einem legitimen Verwertungsanspruch nicht zuwider, sondern eröffnet erst den Raum für funktionale und verantwortungsbewusste Anwendungen.

§ 2. Wir fordern die Abschaffung der modularisierten Studiengänge BA/MA!

Die Modularisierung hat zu einer Verschulung der Hochschulbildung geführt, die kaum Spielraum für ein sachinteressengeleitetes Studium lässt. Die BA/MA-Studiengänge überfordern durch Quantität und unterfordern in der Qualität, indem sie vor allem auf Kompetenzen zielen und die notwendige Reflexion verunmöglichen. Bildung lässt sich nicht modularisieren, sondern geschieht als individuell zu erarbeitende Sinngestalt. Die versprochene Berufsqualifizierung wird faktisch nicht eingelöst, eine wissenschaftliche Bildung unter dem Maßstab der Fachsystematik findet ebensowenig statt.
Es geht also nicht um eine Optimierung der Studiengänge, sondern um deren Abschaffung. Mit sofortiger Wirkung müssen die Studierenden zunächst in die alten Diplom-/Magister- und Staatsexamensstudiengänge überführt werden – und das in unbürokratischen Anerkennungsver­fahren. Die formale und inhaltliche Umgestaltung der Studiengänge ist hiermit nicht aufgekündigt. Eine solche Umgestaltung muss aber in demokratischer Weise und unter Beteiligung von Studierenden, Lehrenden und anderen Verantwortlichen erfolgen.

§ 3. Wir fordern die Redemokratisierung der Hochschule!

Mit der Schaffung der Akkreditierungsagenturen und des sie akkreditierenden Akkreditierungsrats haben neben wenigen Lehrenden und Studierenden weitgehend anonyme „Vertreter aus der Berufspraxis“  Entscheidungshoheit über die Studienverläufe von rund zwei Millionen Studenten in Deutschland übernommen. Durch Einrichtung des meist aus hochschulexternen Personen sich konstituierenden Hochschulrats ist der Universitätssenat als Legislative faktisch entmachtet. Hochschulratssitzungen finden zudem unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dekanate etablieren zunehmend Top-Down-Strukturen. Die akademischen Akteure werden in ihrer Souveränität beschnitten. Immer mehr Forschungs- und Qualifikationsarbeiten entstehen im Auftrag von Politik und Wirtschaft, um möglichen Interventionen vermeintliche wissenschaftliche Begründungen vorauszuschicken und so Entscheidungen zu legitimieren. Faktisch stehen so Forschungsresultate schon vor Forschungsbeginn fest. Themen und Methoden werden dadurch der Hoheit der Forschenden entzogen.

Um Freiheit der Forschung nicht durch wissenschaftsexterne Partikularinteressen zu pervertieren, haben Wissenschaftler allein Gestaltungen innerhalb der Wissenschafts-institutionen zu legitimieren, zu bewirken und zu verantworten. Daher müssen Entscheidungsprozesse innerhalb der Universität der universitätsöffentlichen Kontrolle so zugänglich gemacht werden, dass sie auf ihren Sinn und Zweck befragbar sein können. Eine solche Reflexions- und Kommunikationskultur fußt prinzipiell auf Partizipation, Dialog und Argumentation und berücksichtigt auch Minder­heiten­po­sitionen. Polizeigewalt gegen solche, die mit guten Argumenten den Dialog suchen, darf es nicht geben!

Demokratie ermöglicht die Partizipation eines jeden an Gestaltungsprozessen, die das Gemeinsame betreffen. Die Hochschule stellt ein Fundament einer solchen Gesellschaft dar. Akkreditierungsmaschinerie, die Institution des Hochschulrats und die Top-Down-Strukturen in den Fakultäten entdemokratisieren die Universität. Deshalb müssen sie abgeschafft werden.
 

§ 4. Wir fordern die Abschaffung der Studiengebühren!

Studiengebühren sind sozial ungerecht. Wer durch Jobs die Gebühren erwirtschaften muss, studiert schlechter. Wer aufgrund seiner sozialen Position einen Kredit aufnehmen muss, zahlt effektiv mehr als die Bessergestellten. Studiengebühren forcieren zudem die Prekarisierung der Lehrenden und senken die Qualität des Studiums, weil sie nicht für Strukturbildung (unbefristete Stellen) genutzt werden dürfen. Studiengebühren müssen deshalb abgeschafft werden und in gleicher Höhe durch Landesmittel ersetzt werden.

§ 5. Wir fordern das Ende der Dequalifikation und Prekarisierung der Lehrenden!

Die Situation der Lehrenden hat sich im Zuge des Bologna-Prozesses verschlechtert. Hohe Lehrdeputate und Stellenbefristung erschweren die Qualifikation und schaffen eine prekäre Situation für wissenschaftlichen Nachwuchs. Dieser Mangel wird durch sog. Juniorprofessuren und die verstärkte Tendenz zur kumulativen Dissertation und Habilitation nicht ausgeglichen, sondern weiter verschärft.

Dies treibt zum einen das Auseinanderdriften von Forschung und Lehre voran, zum anderen trägt es zum „Flickenteppich-Charakter“ des Studiums bei, da nicht-hauptamtlich Lehrende in befristeten Beschäftigungsverhältnissen häufig schon verschwunden sind, wenn Studierende zu den bei ihnen erarbeiteten Themen geprüft werden wollen. So müssen hauptamtliche Prüfer Stoff prüfen, den sie selbst nicht gelehrt haben.

Statt weiterer Dequalifikation und Prekarisierung der Lehrenden sind demgemäß Maßnahmen zur Beförderung der Einheit von Forschung und Lehre sowie die Wiederbelebung des Gedankens einer Denk- und Forschungsgemeinschaft von Studierenden und Lehrenden unbedingt notwendig.

§ 6. Wir fordern, dass sich die Entscheidungsträger in Rektorat und Dekanaten Ihrer Verantwortung stellen, indem sie den Dialog mit Kritikern und Betroffenen suchen und entsprechende Korrekturen vornehmen!

Der Eingriff in die akademische Kultur, der im Namen der sog. Reformen vorgenommen wurde, ist beispiellos in seiner Radikalität und in seinen Auswirkungen problematisch für die jetzige und die nachfolgenden Generationen der Lehrenden und Studierenden. Die Transformation der Hochschule vollzieht nichts weniger als die Auflösung der aufklärerisch-emanzipatorischen Bildungskultur mit einem unabsehbaren wissenschaftlichen, kulturellen und volkwirtschaftlichen Schaden für die ganze Gesellschaft. Eine Verschiebung der Verantwortung durch den Hinweis auf Zuständigkeiten (Rektorat, Land, Bund, EU) ist nicht zu akzeptieren.
Alle an Universität Beteiligten haben das Recht und die Pflicht, sich in verantwortungsvoller – das heißt: sach- statt partikularinteressengeleiteter – Weise an der inneren Erneuerung der Universität zu beteiligen.

§ 7. Schließlich fordern wir die Verbriefung tatsächlicher akademischer Freiheit in Forschung, Lehre und Studium und ein Bekenntnis der Universität zu ihrem Bildungsauftrag!

Die ökonomistische Verkürzung des Studiums nach Maßgabe vermeintlicher Arbeitsmarkter­forder­nisse dient lediglich Partikularinteressen. Bildung dagegen dient immer dem gesell­schaftlichen Allgemeinwohl. Die Universität realisiert diese Aufgabe nur in Freiheit: Sie darf weder von den Verwaltenden, noch von Lehrenden und Studierenden als Dienstleistungsbetrieb verstanden werden. Freie Forschung ohne Drittmittelhatz und Verwertbarkeitsdoktrin ist die Voraussetzung für Erkenntniszuwachs und Innovation! Umfassend gebildete Studierende sind in jedem Beruf erfolgreich und werden zu verantwortungsbewussten Gestaltern von Kultur und Gesellschaft.
 

unterzeichnen

Verfassungsschutz darf “pro Köln” beobachten

11. November 2009

Düsseldorf – Die Bemühungen der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung pro Köln“, sich als normale und demokratische Formation darzustellen, haben einen Rückschlag erlitten.

 

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschied am heutigen Dienstag, dass die Erwähnung von „pro Köln“ in den Verfassungsschutzberichten des Landes für 2007 und 2008 rechtmäßig gewesen sei. Das Gericht stellte fest, dass sich die

 

„Bürgerbewegung“ bis heute weder von ihren diffamierenden Äußerungen zu Ausländern noch von den Kontakten zu anderen rechtsextremen Organisationen distanziert habe. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums hat das Verwaltungsgericht eine Berufung nicht zugelassen. Der „pro Köln“- und „pro NRW“-Vorsitzende Markus Beisicht äußerte unterdessen die Erwartung, dass „höhere Instanzen, wie etwa das Bundesverfassungsgericht, kein Verständnis für die heute erneut erfolgte Beschädigung des Rechtsstaates haben werden“. (ts)

 

Quelle: Blick nach Rechts

Raus – jetzt!

27. Oktober 2009

Und einsteigen in eine selbstbestimmte, radikale junge Linke. Ein offener Brief an die SAV-Mitglieder im Jugendverband.

 

Liebe Genossin, Lieber Genosse,

 

In der SAV gibt es viele junge Genossinnen und Genossen mit dem Herz an der richtigen Stelle und guten Positionen im Kopf! Aber es scheint, als werden sie durch soziale und strukturelle Kontrolle an eine Organisation gefesselt, die sie ausbeutet und bei abweichender Meinung gegebenenfalls auch ‚wegwirft‘. Selbstbestimmte und fortschrittliche Politik sieht unserer Meinung nach anders aus.

 

Das Verhältnis von SAV und Jugendverband wird in nicht wenigen Landesverbänden derzeit heftig diskutiert. Oftmals schrecken weniger die Positionen der SAV ab, sondern vielmehr der politische Stil und die Strategie ihrer Kader. Bei vielen Jugendverbandsmitgliedern besteht die Sorge, dass die Souveränität des Verbandes durch eine extern organisierte Gruppierung unterlaufen wird. Als BundessprecherInnenrat nehmen wir diese Sorge ernst. Klar ist aber auch: Wir wollen alle jungen SAV-Mitglieder, die im Verband organisiert sind, für einen starken und pluralen sozialistischen Jugendverband gewinnen, wir wollen Euch gewinnen für eine radikale sozialistische Alternative. Trotzkistische Positionen haben ihren Platz in der politischen Linken; sie haben gerade mit ihrer Kritik am Stalinismus wichtige Impulse für einen sozialistischen Aufbruch beizusteuern. Was unseres Erachtens aber zukunftslos ist, ist ein hierarchisches und intransparentes Organisationsmodell, wie es von der SAV-Leitung vertreten und durchgesetzt wird.

 

Vor diesem Hintergrund können sich folgende Fragen stellen:

 

Warum Ihr als SAV Zeitungs- und WerbemittelverkäuferInnen (alle Mitglieder?) genau Buch über Eure Verkäufe führen müsst? Oder wie sich eine Organisation mit max. 350 Mitgliedern so viele bezahlte Funktionäre leisten kann? Warum Euer Mitgliedsbeitrag so hoch ist und von den Gruppenverantwortlichen festgelegt wird? Warum es keine einsehbaren Beitragstabellen gibt? Oder warum Ihr nach einer gewissen Zeit kaum anderen Freunde außerhalb der SAV habt? Warum es in den SAV-Gruppen so extreme Hierarchien gibt? Warum werdet Ihr gezwungen, doppelten Beitrag zu bezahlen, einmal für Linksjugend [‘solid] oder Die LINKE oder beides und dann noch für die SAV? Diese Fragen beruhen auf Hörensagen oder Randbemerkungen von FunktionärInnen der SAV und sind nicht so richtig belegbar. Aber bei näherer Betrachtung erscheint die ganze Organisation der SAV überhaupt sehr intransparent.

 

Was will die SAV-Leitung?

 

Die Kader der SAV springen von Organisation zu Organisation, immer unter dem Vorwand,  eine Arbeiterpartei aufbauen zu wollen und lassen es sich von ihren Mitgliedern bezahlen. Sei es bei attac, Die LINKE oder in Linksjugend [‘solid]. Beispiele mit ähnlichem Verlauf gibt es viele, überall dort, wo sie denken, es ließe sich für die SAV etwas herausholen, werden die “Mitglieder“ per Beschluss zugewiesen und müssen die Kosten für die doppelte Mitgliedschaft bezahlen. Ihnen geht es darum, neue zahlende Mitglieder zu gewinnen und Materialien zu verkaufen, die ihren “Apparat“ finanzieren. Alles andere ist Fassade. Wer nicht mitmacht oder nicht genug Material verkauft, bekommt Druck.

 

Eine solche Organisation wird nicht in der Lage sein, der Sozialen Frage wieder eine reale politische Durchschlagskraft zu verleihen.

 

Falls Ihr Euch in den hier aufgeworfenen Fragen wieder findet, dann macht Schluss mit der SAV. Macht Schluss mit dem doppelten Beitrag und Schluss mit der sozialen Kontrolle. Engagiert euch im Jugendverband Linksjugend [‘solid], dort könnt Ihr Eure Meinung vertreten – auch bei einer Meinungsminderheit! Bei uns könnt Ihr an Eurem Thema arbeiten. Klar, auch bei uns gibt es Streit, zum Teil schon seit Jahren diskutierte, manchmal widersprüchliche, Positionen und Genossinnen und Genossen, die sich persönlich und politisch nicht ausstehen können. Nicht alles läuft glatt, nicht alles funktioniert nach Plan. Aber, hey! Wir sind ein Jugendverband und arbeiten gemeinsam dran! Wir sind nicht die Speerspitze der Arbeiterschaft, wir wollen Teil der Bewegung sein, die wirklich etwas bewegt!

 

Wer von euch also aus der SAV raus will, den/die werden wir nach besten Kräften unterstützen. Wir sagen nicht, dass es leicht sein wird. Wir sagen nicht, dass alle Forderungen der SAV Quatsch sind. Aber in unserem Verständnis kann es durch diese Organisation keine emanzipatorische und selbstbestimmte linke Politik geben.

 

Wer die Befreiung fordert, darf seine Mitglieder nicht unfrei machen!

 

Darum raus aus der SAV – rein in den Jugendverband Linksjugend [‘solid] sozialistisch, feministisch, antifaschistisch, basisdemokratisch und streitbar.

 

Mit solidarischen Grüßen

der BundessprecherInnenrat von Linksjugend [‘solid]

 

Wenn ihr Unterstützung braucht oder uns etwas über eure Erlebnisse in und mit der SAV mitteilen wollt könnt ihr das unter dieser Adresse: raus-aus-der-sav@linksjugend-solid.de

16.10.2009 Mitgliederversammlung

2. Oktober 2009

Liebe GenossInnen und SympathisantInnen,

 

Wir treffen uns das nächste mal kommenden Donnerstag im Büro der Linken. Eine Tagesordnung wird zeitnah bekannt gegeben.

 

Donnerstag, 16.10.2009 ab 18.30 Uhr

Parteibüro DIE LINKE. Köln

Metzer Straße 24, 50677 Köln

(KVB Haltestelle Chlodwigplatz Linien: 6, 15, 16, 17, 106, 132, 133)

 

Hol dir dein Leben zurück!

 

 

Achtung geänderte Treffen!!

 
Liebe GenossInnen und SympathisantInnen,

 

Wir haben entschieden uns anstatt der bisher wechselnden Termin an einem festen Wochentag zu treffen. Ab sofort werden die Treffen jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat im Büro von Die Linke. Köln (Metzer Strasse 24, 50667 Köln) um 18.30 Uhr stattfinden.

 

Mit solidarischen Grüßen

 

Bildungsstreik

 
Wir zahlen eure Krise nicht
 

Wer wir sind!?

 

Die linksjugend [’solid] – köln ist ein sozialistischer, antifaschistischer, basisdemokratischer und feministischer Jugendverband. Er greift in die gesellschaftlichen Verhältnisse ein und ist Plattform für antikapitalistische und selbstbestimmte Politik. Als Teil emanzipatorischer Bewegungen sucht der Jugendverband die Kooperation mit anderen BündnispartnerInnen. Der Jugendverband strebt eine enge Zusammenarbeit mit gleichgesinnten politischen Jugendstrukturen auf internationaler und insbesondere auf europäischer Ebene an.

 

Jugendaufruf

 

Landesvollversammlung

2. Oktober 2009

linksjugendLiebe GenossInnen und SympathisantInnen,

 

in den letzten Tagen müsste euch unsere Einladung zur Landesvollversammlung (LVV) erreicht haben. Vom 24. 25.10.09 treffen wir uns dieses Mal im Düsseldorfer Zakk.

 

Die Landesvollversammlung ist das höchste Gremium des Landesverbandes. Sie berät und beschließt über die politischen und organisatorischen Fragen des Landesverbandes. Die LVV tagt öffentlich, abstimmungsberechtigt sind Mitglieder der Linksjugend [´solid] und aktivierte Mitglieder der LINKEN.

 

Am ersten Tag der LVV, wollen wir mit euch vor allen Dingen das Landtagswahlprogramm der LINKEN sowie unsere bildungspolitischen Vorstellungen und Ziele in den Bereichen Schule und Hochschule diskutieren. Dazu haben wir als LandessprecherInnenrat (LSPR) einen Antrag erstellt, den ihr online abrufen könnt.

 

Am zweiten Tag wird es um die Kandidatur von Linksjugend [´solid] Mitgliedern auf der Landesliste der LINKEN zu den Landtagswahlen 2010 gehen. Wir als Landesverband wollen die Voraussetzungen diskutieren, unter denen wir junge KandidatInnen unterstützen. Auch hierzu wird euch vom LSPR ein Vorschlag in Form des Antrags A1 vorgelegt. Außerdem wollen wir an diesem Tag unsere Jugendkandidatin bzw. unseren Jugendkandidaten nominieren.

 

Anträge, Änderungsanträge und KandidatInnenvorstellungen können bis zum 17.10.2009 per Mail an lspr <ät> linksjugend-solid-nrw.de eingereicht werden.

 

Wir freuen uns auf eine konstruktive Debatte und hoffen möglichst viele Mitglieder und SympathisantInnen auf der LVV begrüßen zu können!

 

Weitere Informationen zur Anreise sowie zu den Anträgen:

Make Capitalism History Kongress 2009

2. Oktober 2009


Direktlink zum Video auf Youtube

Twitter Updates

1. Oktober 2009

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