Rechte Infiltration im Kölner Bürger-Bündnis?

Die Internetseite "chefmixer.de" bzw. "Koelnpost" soll nach eigenen Angaben ein "freies politisches Online-Magazin" sein. Dennoch sympathisieren die bisher dort erschienenen Beiträge recht offensichtlich mit der extrem rechten Gruppierung "pro Köln" und insbesondere mit deren Funktionär Jörg Uckermann. Der Inhaber der Chefmixer-Domain scheint dagegen aus dem eher bürgerlich gearteten "Kölner Bürger-Bündnis" zu stammen.

 

Recherchiert man auf einer der zahlreichen Internetseiten, die eine Domainabfrage anbieten, lassen sich schnell und einfach die Besitzer der jeweiligen Domains herausfinden. Interessant wird diese Abfragefunktion dann, wenn sich Domaininhaber von rechtsextremen Seiten im Schutz der Anonymität fühlen. Zu diesen Unwissenden scheint auch ein gewisser Marin Müller zu zählen. Er ist für die Domain "chefmixer.de" verantwortlich, einer Internetseite, welche im Allgemeinen mit "pro Köln" und im Besonderen mit dem pro-Köln-Ratsmitglied Jörg Uckermann sympathisiert. Aus diesem Zusammenhang heraus ergeben sich zwangsläufig immer wieder Inhalte, die auf eine eindeutig rassistische und fremdenfeindliche Grundhaltung des Autors bzw. der Autoren schließen lassen.

 

Wenn man sich die weiteren Informationen über den Domaininhaber von "chefmixer.de" zu Gemüte führt, wird es kompliziert: Dessen Anschrift ist demnach der Ehrenfeldgürtel 140. Eben diese Anschrift hat allerdings auch Thorsten Uckermann, seines Zeichens zeitweiliger Autor beim fremdenfeindlichen Internet-Hetzblog "pi-news" und Bruder des pro-Köln-Funktionärs Jörg Uckermann. Für seinen Bruder gestaltete Thorsten neben der Seite des Ehrenfelder Fridolinbades, in dem Jörg Uckermann als Physiotherapeut arbeitet, auch eine private Seite der dubiosen Untergrundorganisation "Unterstützerkreis Jörg Uckermann". Für beide Internetseiten war Thorsten Uckermann innerhalb der "Moniteo GmbH & Co. KG" verantwortlich. Fraglich bleibt dabei, was ihn dabei abgesehen von der offensichtlichen Nachbarschaft und der gleichen politischen Orientierung mit Marin Müller verbindet.

 

Müller selbst ist den Informationen der Domainabfrage zufolge bei den "Freien Wählern Köln" aktiv. Gemeint sein dürfte damit wohl das heutige "Kölner Bürger-Bündnis" (KBB), das bei den letzten Kommunalwahlen mit Martin Müser als OB-Kandidat antrat. Positionieren möchte sich das KBB nach eigenen Angaben im sozial-liberalen Politikfeld und war damit auch zumindest in Wahlkampfzeiten immer ein entschiedener Gegner von "pro Köln". Müller scheint dies allerdings nicht von klar rassistischen Denkweisen abzuhalten – im Gegenteil: Im Internetportal der ultrarechten "Jungen Freiheit" fungierte er bisher als eifriger Autor von Leserkommentaren, in denen er fleißig die Statements des Ex-CDU-Mitglieds Jörg Uckermann nachplapperte, die CDU und Fritz Schramma beschimpfte und "pro Köln" mehr als ausgiebig lobte.

 

Unklar bleibt allerdings weiterhin, ob in dieser Hinsicht tatsächlich eine semi-offizielle Verquickung zwischen "pro Köln" und "Kölner Bürger-Bündnis" in Form einer Schnittstelle von Marin Müller und Thorsten Uckermann vorhanden ist. Wer über diesbezügliche Informationen verfügt, darf sich gerne dazu aufgerufen fühlen, sich unter ao-wipperfuerth@gmx.de zu melden und diese mit uns zu teilen.

 

Quelle: Antifa Wipperfürth

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