Pro Köln zu faul zum Müll wegräumen

ImageKöln – Weil die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ nach dem Kommunalwahlkampf im August 2009 rund 1350 Wahlplakate nicht wieder einsammelte, flatterte den Rechtspopulisten nun eine saftige Rechnung der Stadtverwaltung ins Haus…
 
"Pro Köln soll vernichtet werden" und "Finanzieller Vernichtungs-Schlag gegen pro Köln" schwadronieren die rechtsaussen Plakatierer nun auf ihrer Homepage und betteln um Spenden. Wenn da nicht von einer innerparteilichen Finanzkrise gesprochen werden kann.
 
25 Euro pro Plakat, das nach einem Stichtag immer noch hängen geblieben war und vom Ordnungsamt weggeräumt werden musste, verlangt die Stadt von den Parteien.  Im Fall von „pro Köln“, das vor der Kommunalwahl eine „Plakatschlacht“ angekündigt hatte, macht das 33 750 Euro.

 
Die Empörung ist bei den Rechtspopulisten groß. Sie richtet sich aber nicht gegen jene in den eigenen Reihen, deren Wahlkampfplanung womöglich nur bis zum Wahlabend reichte, sondern gegen Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters, der zum Feindbild der Rechtsaußen geworden ist. Roters habe sich „die Vernichtung einer unbequemen Opposition“ zum Ziel gesetzt, poltert „pro Köln“- und „pro NRW“-Chef Markus Beisicht. Der Oberbürgermeister wolle die „unbeugsame“ Gruppierung „für immer zum Schweigen“ bringen.
 
Wegen der Forderung der Stadtverwaltung will Beisicht vor Gericht zu ziehen. Er zeigte sich zudem zuversichtlich: Man werde „diesen hinterhältigen Anschlag auf die Demokratie in Köln mithilfe unserer tausenden Mitglieder und Unterstützer abzuwehren wissen“.
 
Warum „Tausende“ Mitglieder und Unterstützer der um ein Saubermann-Image bemühten „Bürgerbewegung“ nicht in der Lage waren, 1350 Plakate pünktlich wieder abzuhängen, verriet er nicht. (ts)
 

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